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  • Pia König

Geschlechterrollen als Eltern

Aktualisiert: 6. Mai

Welche Geschlechterrollen gibt es? Wie entstehen überhaupt Geschlechterrollen und wie haben sie sich im Laufe der Zeit verändert? Inwiefern profitieren Eltern vom Wandel der Geschlechterrollen? Diese Fragen untersuchen wir in diesem Beitrag.


Geschlechterrollen

Inhaltsverzeichnis



Geschlechterrollen Definition


Geschlechterrollen sind gesellschaftlich konstruierte Erwartungen, Verhaltensmuster und Normen, die bestimmen, wie sich Männer und Frauen in verschiedenen Bereichen des Lebens verhalten sollen. Diese Rollen prägen auch die Elternschaft und beeinflussen, welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten traditionell jedem Geschlecht zugeschrieben werden.


Geschlechterrollen Beispiele


Typisch Frau


  • Verantwortung für die Haushaltsführung

  • Organisation und Koordination von Familienaktivitäten und Terminen

  • Emotionale Unterstützung und Trost für die Kinder bei Bedarf

  • Engagement in ehrenamtlichen Tätigkeiten und gemeinnützigen Organisationen

  • Planung und Zubereitung von Mahlzeiten für die Familie

  • Einfühlungsvermögen und emotionale Intelligenz

  • Aufrechterhaltung einer warmen und liebevollen Familienatmosphäre

  • Unterstützung des Partners bei der Bewältigung von Stress und Herausforderungen im Familienleben


Typisch Mann


  • Hauptverdiener der Familie

  • Übernahme von handwerklichen oder technischen Aufgaben im Haushalt

  • Verantwortung für die finanzielle Planung und Absicherung der Familie

  • Verantwortung für den Schutz und die Sicherheit der Familie

  • Ausübung von Führungspositionen in der Arbeitswelt und im öffentlichen Leben

  • Förderung von sportlichen und abenteuerlichen Aktivitäten mit den Kindern

  • starker Fels in der Brandung

  • Vorbild für traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit, wie Stärke, Durchsetzungsvermögen und Unabhängigkeit


 

Unter Geschlechterrollen werden bestimmte Erwartungen an die Geschlechter verstanden, die von der Gesellschaft als richtig empfunden werden.

 

Wie entstehen Geschlechterrollen?


Geschlechterrollen entstehen aus einer komplexen Interaktion verschiedener sozialer, kultureller und historischer Einflüsse.


Schon früh werden Kinder durch ihre Familie, die Medien, Bildungseinrichtungen und die Gesellschaft mit geschlechtsspezifischen Erwartungen konfrontiert. Diese Erwartungen werden oft durch Stereotypen verstärkt, die bestimmte Verhaltensweisen und Interessen einem bestimmten Geschlecht zuordnen.


Traditionelle Rollenbilder wurden über Generationen hinweg weitergegeben und haben sich in vielen Kulturen verfestigt. So wurden Männer beispielsweise als Jäger und Beschützer gesehen, während Frauen für die Kindererziehung und den Haushalt verantwortlich waren.


Obwohl sich die Gesellschaft verändert hat und Geschlechterrollen flexibler geworden sind, bleiben viele dieser Stereotypen tief verwurzelt und prägen weiterhin unsere Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Der Druck, den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen, kann dazu führen, dass Menschen bestimmte Rollen annehmen, auch wenn sie nicht unbedingt ihren persönlichen Neigungen entsprechen.


Geschlechterrollen früher und heute


Seit den letzten Jahrzehnten befinden sich Geschlechterrollen im Wandel. Vor allem der Feminismus und die LGBTQ+-Bewegung haben zu einem Bewusstseinswandel beigetragen und traditionelle Rollenbilder hinterfragt.


Frauen haben vermehrt Zugang zu Bildung und Berufschancen erhalten, was zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein und einer größeren Unabhängigkeit geführt hat.

Gleichzeitig sind Männer zunehmend bereit, sich aktiv in die Familienarbeit einzubringen und eine partnerschaftliche Rolle einzunehmen.


Dennoch gibt es noch immer Herausforderungen und Widerstände gegen einen vollständigen Wandel, insbesondere in konservativen Gesellschaften und Strukturen. Der Wandel der Geschlechterrollen ist daher ein fortlaufender Prozess, der von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird und sich kontinuierlich weiterentwickelt.


Eltern profitieren vom dem Wandel der Geschlechterrollen


Statistik klassische Geschlechterrollen

Auch Eltern spüren diesen Wandel, da sie die Vorteile einer gleichberechtigten Elternschaft erkennen. Sie möchten nicht länger nach traditionellen Geschlechterrollen handeln.


, sondern streben nach einer partnerschaftlichen Beziehung und einer gleichberechtigten Aufteilung von Verantwortlichkeiten. Dies ermöglicht es beiden Elternteilen, sich beruflich zu entfalten und gleichzeitig eine erfüllende Elternschaft zu erleben.


Die klassische Rollenverteilung wird zunehmend als überholt angesehen, da sie die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse einschränken kann. Nach einer Statistik von Statista von 2017 finden nur noch 6% der Frauen und 10% der Männer eine klassische Rollenverteilung am sinnvollsten.


Egalitäre Elternschaft


Das Geschlecht wird bei egalitären Rollen vernachlässigt, Eltern streben nach einer partnerschaftlichen Beziehung mit einer fairen Aufteilung der Verantwortlichkeiten.


Die Vorteile davon sind:

  • Beide Elternteile wissen um die Verantwortung und Anstrengung aller Aufgaben rund um die Erwerbstätigkeit, den Haushalt und die Kinder.

  • Es wird Kommunikation, Wohlwollen und gegenseitiges Verständnis gelebt.

  • Eine wahre Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wird gesellschaftlich vorangetrieben.

  • Beide Elternteile sind unabhängig voneinander und können im Ernstfall füreinander einspringen.


Eine faire Arbeitsteilung in der Familie nennt man auch eine gleichberechtigte Elternschaft. Mithilfe dessen gelingt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sodass Frauen sich beruflich verwirklichen können und Männer Zeit mit ihrer Familie verbringen können.


Zunehmende Vielfalt der Familienbilder


In den letzten Jahren hat sich die Vielfalt der Familienbilder deutlich erweitert und diversifiziert. Neben dem traditionellen Modell mit Vater, Mutter und Kindern gibt es heute eine Vielzahl von Familienkonstellationen, die die Bandbreite menschlicher Beziehungen widerspiegeln.


Dazu gehören alleinerziehende Eltern, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien mit gleichgeschlechtlichen Eltern sowie kinderlose Paare und Einzelpersonen, die bewusst ohne Nachwuchs leben. Diese Vielfalt zeigt, dass es nicht nur eine einzige "richtige" Form von Familie gibt, sondern dass Familie auf unterschiedliche Weisen funktionieren kann.


Die zunehmende Akzeptanz und Sichtbarkeit verschiedener Familienbilder trägt dazu bei, gesellschaftliche Vorurteile abzubauen und ein inklusiveres Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Menschen unabhängig von ihrer familiären Situation respektiert und anerkannt fühlen.


Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Geschlechterrollen, da traditionelle Vorstellungen von Vaterschaft und Mutterschaft zunehmend aufgebrochen werden und Platz machen für eine breitere Palette von Elternschaftsmodellen und -konstellationen.


Zusammenfassung


Insgesamt zeigt sich, dass Geschlechterrollen als Eltern einem stetigen Wandel unterliegen. Traditionelle Vorstellungen von männlicher und weiblicher Elternschaft werden zunehmend durch flexible und partnerschaftliche Rollenverteilungen ersetzt.


Eltern streben vermehrt nach einer gleichberechtigten Aufteilung von Verantwortlichkeiten und einer Erziehung ohne definierte Geschlechterrollen, um ihren Kindern ein vielfältiges und inklusives Umfeld zu bieten.


Es ist wichtig, weiterhin für eine offene und inklusive Gesellschaft einzutreten, in der Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer familiären Situation gleiche Chancen und Anerkennung erhalten.


Auf neue Wege! Deine Pia


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